Wanderungen

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Wandern rund ums Rehlegg

Die wohl attraktivste Freizeitbeschäftigung im Berchtesgadener Land ist das Wandern. Hier 9 von rund 30 verschiedenen Wanderungen die Sie direkt am Rehlegg beginnen können. Besuchen Sie uns und erleben Sie Natur Pur.

 

Wimbachschloß und Wimbachgrieshütte

An der Wimbachbrücke zweigt ein markierter Weg ab zur Wimbachklamm. Eine kleine Klamm die jedoch durch ihre schönen Felspartien und Schleierfälle überrascht. Hinter der Klamm beginnt das Wimbachtal, ein gewaltiges Hochtal mit großartiger Felspracht. Die erste Station, das bewirtschaftete Wimbachschloss ein ehemaliges Jagdschloss der Fürstpröbste – ist ohne größere Steigung in einer guten Stunde zu erreichen. Das Tal war früher ein See wie der Königssee, heute wird es ausgefüllt von riesigen Schutt-Strömen, die die Wildbäche anschwemmen. Rechts steigt der Hochkalter empor, links erhebt sich die Watzmannwestwand. Nach weiteren guten zwei Stunden erreichen Sie die bewirtschaftete Wimbachgrieshütte.

Blaueishütte am Hochkalter (1680m)

Diese hochalpine Tour beginnen Sie am besten am Hintersee und zwar am Parkplatz Seeklause, egal ob Sie mit dem Bus oder mit dem eigenen Auto kommen. Der Weg ist deutlich mit „Blaueishütte“ beschildert und gut ausgebaut. Auf halbem Weg kommen Sie an der bewirtschafteten Schärtenalm (1359m) vorbei. Dort haben Sie bereits eine herrliche Aussicht auf die gegenüberliegende Reiteralpe. Bald müssen Sie den breiten Fahrweg verlassen und auf dem wild -romantischen Hüttenanstieg links hinauf, bis Sie ziemlich unvermutet vor der Blaueishütte  stehen.

Von dort lohnt es sich noch zirka 20 Minuten in das von hohen Felswänden eingerahmte Blaueiskar hinaufzugehen. Je nach Jahreszeit steht man dann an der Zunge des kleinen Gletschers, von dem die wilde Landschaft ihren Namen hat. Wie alle Gletscher im Alpenraum und auf der ganzen Welt, befindet sich auch das Blaueis im Rückzug. Der Gletscher wird leider von Jahr zu Jahr kleiner. Das blanke Eis, wie man es im Sommer und Herbst antrifft, zu betreten, ist absolut lebensgefährlich. Der Gletscher mit seiner extremen Neigung hat schon viele Opfer gefordert. Die Felsszenerie ist großartig. Die Mühe des 3 stündigen Aufstieges lohnt sich bei gutem Wetter auf jeden Fall. Bereits an der Hütte überblickt man den ganzen Hintersee wie von einem Flugzeug aus. Im Juni, wenn der Almrausch blüht, wird man im Blaueiskar doppelt belohnt.

Wanderung zur Gotzenalm

Wenn Sie gut zu Fuß sind und eine ganztägige Wanderung mit abwechslungsreichen Eindrücken lieben, sollten Sie sich diese Tour nicht entgehen lassen. Ausgangspunkt ist die Mittelstation der Jennerbahn. Der Weg wird erst nach der Königsbachalm für kurze Zeit etwas steil. Von der Priesbergalm zum Unteren Hirschenlauf kann man kaum von Steigung sprechen. Doch die Aussicht auf den Watzmann und das Steinerne Meer ist einzig.

Beim Eintritt in den Stiergraben zweigen Sie rechts in den Unteren Hirschlauf ab. Achtung! Dieser Weg ist bei feuchtem Wetter wegen der vielen Holzstufen rutschig. Dasselbe gilt auch für sonnige Herbsttage, weil zu dieser Jahreszeit der Weg im Schatten liegt. Bei der verfallenen Seeaualm gelangen Sie wieder auf die Fahrstraße und bleiben auf ihr bis zu Ihrem Ziel.

Auf der Höhe angekommen wenden Sie sich dem Weglein zu, das nach rechts zum Feuerpalfen hinaus führt. Nach 15 Minuten überrascht Sie dort ein Ausblick auf den Königssee, St. Bartholomä und die Watzmann-Ostwand, der Ihnen den Atem stocken läßt. Oft schon wurde dieses Panorama als eines der schönsten im bayrischen Alpenraum bezeichnet. Doch auch der Blick nach Süden auf die Teufelshörner und den Gletscher der Übergossenen Alm am Hochkönig ist den weiten Weg wert.

Wanderung zur Halsalm

Eine wunderschöne Möglichkeit auf gefahrlose Weise sowohl die Faszination der himmelhohen Felswände als auch den Tiefblick auf den Hintersee zu genießen. Ein grüner Sattel, 500 m über dem Hintersee. Hier hat man sozusagen Tuchfühlung mit dem Knittelhorn, dem Schottmalhorn und dem Edelweißlahner. Vom Parkplatz am Ende des Hintersees geht es ca. 100 Meter auf der Asphaltstrasse Richtung Hirschbichl.

Am Ende eines Wildzaunes weist uns ein Schild mit der Aufschrift „Halsalm, Böselsteig“ nach rechts. Wenn man oben den Wald verläßt, verfolgt man weiter den breiten Fahrweg der geradewegs zu unserem Ziel führt. In 1 ½ Stunden hat man die Halsalm erreicht. Nach dem man diesen herrlichen Ort genossen hat steigt man den schmalen Steig in Richtung Hintersee hinab. In ca. ¾ Stunden erreicht man das Seeufer.

Mordaualm – Um den Schmuckenstein (1191 m)

Vom Parkplatz „Taubensee“ an der Alpenstraße gehen Sie bei mäßiger Steigung auf einer Forststraße bis zur Mordaualm 1 Stunde. Oben am Hügel mit dem Kreuz, südlich der Almhütten, werden Sie mit einer vorzüglichen Aussicht belohnt. Wer Lust hat, kann noch den Rundweg um den Schmuckenstein anhängen. Nördlich der Almhütten hält man sich leicht rechts. Während Sie bei leichter Steigung um den bewaldeten Berg zur Rechten herumgehen, gelangen Sie bald zu einer Jagdhütte und später nach Hochschwarzeck. Anstatt zu den Bauernhäusern hinunter zu gehen, folgen Sie dem Weg zum oberen Mast des Schleppliftes und wechseln auf die andere Seite des Rückens. Der schmale Steig bringt Sie wieder auf die Mordaualm. Für den Rundweg benötigen Sie ca. zwei Stunden. Diese bis 1200 m ansteigende Tour ist außer bei hoher Schneelage das ganze Jahr über machbar. Sie eignet sich besonders für heiße Tage, weil sie zu einem großen Teil im schattigem Wald verläuft. Im Monat Mai stehen die Almflächen der Mordaualm in voller Blüte. Dann ist die gesamte Wiesenfläche voller Enzian, Silberwurz und Mehlprimeln.

Litzlalm (1300)

Von der Nationalpark-Infostelle am Hintersee sind es zirka 100 m auf der asphaltierten Straße, bis uns ein Wegweiser nach links auf einen geschotterten Fußweg leitet. Er führt fast eben durch die Grundübelau. Zunächst hören wir ihn nur von fern rauschen, bald gehen wir aber am glitzernden Klausbach entlang. Links von uns erhebt sich der Hochkalter, das Ofental- und das Steintalhörndl sowie die Hocheisgruppe. Zu unserer Rechten bietet uns die zerklüftete Reiteralpe ein wildromantisches Bild. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich das zuerst wie eine gewaltige Kuppel aussehende Massiv in eine Reihe von wilden Zacken verwandelt. Besonders urig zeigen sich die Grundübel- und die Mühlsturzhörner, die man auch „Ramsauer Dolomiten“ nennt, an der Stelle, wo man den Bach mittels einer Holzbrücke überquert. In der Nähe der Engert-Holzstube (Unterstandshütte) gelangt man kurz auf die Asphaltstraße (bis hier 1 Std.) Nun wechseln wir wieder auf die linke Seite des Klausbaches und folgen dem ansteigenden Fußweg. Wenn sich die Schlucht weitet und uns das Bächlein über eine sonnige Almwiese entgegenkommt, haben wir die Bindalm fast erreicht.

Von dort folgen wir dem mit Hirschbichl ausgeschilderten Weg. Nach einer kurzen Steigung überschreiten wir die Landesgrenze nach Österreich. Etwa 100m bleiben wir nach dem Gasthaus am Hirschbichl auf der Straße nach Wießbach. Bei der ersten Abzweigung einer breiten Forststraße nach rechts, finden wir einen Hinweis mit der Aufschrift „Zur Litzlalm“. Nach ca. 30 Minuten durch dunklen Nadelwald auf einer breiten Schotterstraße erreichen wir die Hütten der bewirtschafteten Litzlalm. Hier erfreut Sie ein großartiges Panorama. Die gesamte Hocheisgruppe erhebt sich vor uns. Rechts das Kammerlinghorn zeigt sich sogar das weit nach Süden vorgeschobene Seehorn sowie das Praghorn, zwischen denen der, in einem Hochtal liegende, Dießbach-Stausee zu erahnen ist. Vom Hintersee bis zur Litzlalm geht man 3 – 3 1/2 Stunden.

Ramsauer Höhen- und Soleleitungsweg

Wer die Aussicht auf Watzmann, Hochkalter, Reiteralpe und das Ramsauer Tal auf einer genüßlichen Höhenwanderung bewundern möchte, ohne sich mit vielen Höhen-metern abzuquälen, läuft an der ehemaligen Soleleitung entlang. Dann weiter zum Gasthaus Zipfhäusl, kann man fast eben zur Ausflugsgaststätte Gerstreit und weiter zum Gasthaus Söldenköpfl wandern.

Dieser Weg ist das ganze Jahr über zu begehen. In einer Höhe von knapp 1000 m spazieren Sie in der Sonne, während die Tallagen oft im Nebel liegen.

An verschiedenen Stellen sind die alten Holzrohre (Deichln) der Soleleitung zu sehen. Vom Zipfhäusl nach Gerstreit braucht man ungefähr 1 Stunde und weiter zum Söldenköpfl nochmals 1 Stunde. Von beiden Gasthäusern kann man auch zu einer Bushaltestelle absteigen, doch am schönsten ist es sicher, wenn Sie wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Am Zipfhäusl ist der Soleleitungsweg aber noch lange nicht zu Ende. Im großen Bogen verläuft er weiter, zuerst nach Westen und dann nach Norden, bis zum Kaltbachlehen. Einige hundert Meter läuft man nun auf der Alpenstraße. Beim Parkplatz, an dem auch eine Bushaltestelle ist, gehen Sie links zum stillen Taubensee hinunter.
Gehzeit: 1 Stunde. Der Soleleitungsweg ist auch im Winter geräumt.

Wanderung durch den Zauberwald

Folgen Sie dem Fußweg entlang der Ramsauer Ache flussaufwärts vorbei an den Gletscherquellen zur Marxenklamm, wo das Wasser in vielen Jahrtausenden eine tiefe Schlucht in den Fels geschliffen hat. Hier beginnt der Zauberwald, der diesen Namen wohl zurecht trägt.

Vor etwa 3500 Jahren stürzte die unvorstellbare Masse von etwa 15 Millionen Kubikmetern Gestein vom Hochkalter herab und versperrte das Tal. Das Gewirr an Felsen ist mit üppiger Vegetation bewachsen, der Weg schlängelt sich durch sie hindurch ebenso wie das klare, kühle Wasser des Gebirgsbaches. Das Wasser des so entstandenen Hintersees suchte sich seinen Weg durch die riesigen Felsblöcke talwärts und es entstand im Laufe der Zeit eine Märchenlandschaft, die den Wanderer tatsächlich verzaubern kann.

Lassen Sie sich verzaubern, genießen Sie dieses landschaftliche Juwel und verweilen Sie am malerischen Hintersee, der auch schon viele Künstler in seinen Bann zog. Den Rückweg nach Ramsau können Sie auch über den Wartstein und die anmutige Wallfahrtskirche Kunterweg machen, die Tour verlängert sich dadurch um etwa eine Stunde. An den Zauber dieser Wanderung werden Sie sich noch lange erinnern.

  • Wegstrecke: bis zu 10 km
  • Höhenunterschied: 150 m
  • Gehzeit: 2 – 3 Stunden

Wanderung zum Watzmannhaus

Der Watzmann ist weit über seine engere Heimat hinaus als einer der schönsten Berge bekannt. Er ist das Wahrzeichen Berchtesgadens. Seine Ostwand mit fast 2000m ist die höchste Wand der Ostalpen. Während sie nur geübten Kletterern vorbehalten bleibt, kann jeder Normalbergsteiger auf einem gepflegten Weg bis zum Watzmannhaus gehen. Wir empfehlen den  Aufstieg von der Wimbachbrücke in der Ramsau. Dafür benötigt man 3 – 3 1/2 Stunden.

Der mit Schildern und roten Markierungspunkten ausgewiesene Weg führt über die Stubenalm und die bewirtschaftete Mitterkaseralm auf die Falzalm. In immer enger werdenden Kehren zieht der Weg hinauf auf das Falzköpfl, dem Vorsprung, auf dem das Watzmannhaus steht. Von Mai bis Oktober kann man hier oben essen und übernachten. Was man vom Haus aus sieht ist nicht das Hocheck, sondern nur ein vorgelagerter Rücken. Vom Haus zum Gipfel sind nochmals 3 Stunden erforderlich. Wenn man will, kann man über die Kührointalm zur Wimbachbrücke hinuntergehen. Die Abzweigung finden wir an der Falzalm. Für diesen Abstieg muß man mindestens mit 3 Stunden  rechnen, ein kurzes Stück des Falzsteiges ist mit Drahtseilen gesichert

Bindalm

Fährt man vom Dorf Ramsau kommend am Hintersee vorbei, bedeutet ein großer Parkplatz für unser Auto Endstation. Dort, wo die Hirschbichlstraße mit einem hohen Holzgatter verschlossen ist, heißt es aussteigen und hinein in die Wanderschuhe. Zirka 100 m bleiben wir nach dem Tor auf der asphaltierten Straße, bis uns ein Wegweiser nach links auf einen geschotterten Fußweg leitet. Er führt fast eben durch die Grundübelau. Zunächst hören wir ihn nur von fern rauschen, bald gehen wir aber am glitzernden Klausbach entlang. Links von uns erhebt sich der Hochkalter, das Ofental- und das Steintalhörndl sowie die Hocheisgruppe. Zu unserer Rechten bietet uns die zerklüftete Reiteralpe ein wildromantisches Bild. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich das zuerst wie eine gewaltige Kuppel aussehende Massiv in eine Reihe von wilden Zacken verwandelt. Besonders urig zeigen sich die Grundübel- und die Mühlsturzhörner, die man auch „Ramsauer Dolomiten“ nennt, an der Stelle, wo man den Bach mittels einer Holzbrücke überquert.

In der Nähe der Engert-Holzstube (Unterstandshütte) gelangt man kurz auf die Asphaltstraße (bis hier 1 Std.) Nun wechseln wir wieder auf die linke Seite des Klausbaches und folgen dem ansteigenden Fußweg. Wenn sich die Schlucht weitet und uns das Bächlein über eine sonnige Almwiese entgegenkommt, haben wir unser Ziel fast erreicht.
Das Bild mit den vier Kasern und der Reiteralpe im Hintergrund ist zweifellos eines der schönsten und unvergesslichsten im Berchtesgadener Land. Die Almsiedlung steht unter Denkmalschutz. In den Almen ist frische Milch und selbst gemachter Käse sowie eine Brotzeit erhältlich.
Vom Hintersee bis zur Bindalm geht man 2 – 21/2 Stunden.

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