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17. November 2021

Wir hatten königlichen Besuch im Rehlegg

Wir durften am vergangenen Wochenende einen wirklich ganz besonderen Gast bei uns im Rehlegg begrüßen: Die dänische Monarchin Margrethe II. verbrachte im Anschluss an ihren offiziellen Staatsbesuch in Berlin und München einen Kurzurlaub bei uns im Hotel.

Zwei Stockwerke unseres Gästehauses waren für die Königin und ihr Gefolge reserviert, genauso wie das gesamte Restaurant Almstüberl. Ihr Security Personal hatte unsere gesamte Hotelanlage schon Wochen zuvor unter die Lupe genommen und für einen Aufenthalt geprüft. Wie es überhaupt dazu kam? Wir hatten vor einiger Zeit eine Mitarbeiterin der dänischen Botschaft in Berlin zu Gast bei uns. Ihr gefiel das Rehlegg wohl so gut, dass sie es dem dänischen Königshaus als Reiseziel vorschlug.

Schauspieler und Prominente sind schon öfter bei uns abgestiegen, für einige Ludwig Ganghofer Verfilmungen diente das Rehlegg Ende der 1930er Jahre sogar als Filmkulisse. Eine Königin oder einen König haben wir bis dato aber noch nie empfangen – und wir durften niemandem etwas verraten. „Wir waren zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet und es war uns eine ganz besonders große Ehre“, sagt unser Hotelchef Johannes Lichtmannegger, der natürlich mit der königlichen Hoheit ins Gespräch kam, auf deutsch, was die die 81-Jährige sehr gut spricht.

Überhaupt war die dänische Monarchin trotz allem Sicherheitsaufwand ein sehr unkomplizierter Gast. Und wir haben ihr natürlich die Ruhe gegeben, die sie sich gewünscht hat und ihr einen rundum erholsamen Aufenthalt ermöglicht. Dazu gehörte ein gemütlicher bayerischer Abend mit Spezialitäten von unserem Schwarzen Alpenschwein und ein Bootsausflug über den herbstlichen Königssee, für das ein komplettes Schiff der Seenflotte bereitstand. Auch hier übernahmen wir, sprich Johannes Lichtmannegger und unser Kochlehrling Stefan Ober, den Service und deckten ein kleines Buffet ein. Und am letzten Tag empfahlen wir der Königin noch einen Abstecher über die Rossfeld-Panoramastraße, die ihr über dem Nebel gelegen eine wundervolle Aussicht bescherte.  

Trotz des majestätischen Besuches samt großem Fuhrpark lief der Gästebetrieb bei uns im Rehlegg völlig normal weiter. Niemand hatte Margrethe II. erkannt, die als eine der unkonventionellsten Monarchinnen in Europa gilt. Sie ist studierte Juristin, archäologiebegeistert, hat Bücher übersetzt, malt und zeichnet. Einzig der Tochter eines Gästepaares kam die elegante Dame irgendwie bekannt vor. Sie durfte dann auch bei dem sehr emotionalen Abschied der Königin dabei sein. Die hatte sich nämlich ausdrücklich gewünscht, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Rehleggs persönlich ihren Dank für den schönen Aufenthalt zum Ausdruck bringen zu dürfen. Dafür standen wir Alle Spalier, als Königin Margrethe die Ramsau am Montagvormittag wieder verließ. Das war ein beeindruckender Moment, von dem wir leider keine Bilder veröffentlichen dürfen – den wir aber alle wohl nie vergessen werden.


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